"öko:tipps" der Umweltgemeinderätin
Direktor Monika Dornhofer
Frei brütende Vogelarten wie Buchfink, Zaunkönig, Singdrossel, etc. finden in einem naturnah gestalteten Garten etliche Möglichkeiten, ihre Nester anzulegen. Höhlenbrüter (z.B. Meise, Gartenrotschwanz, Sperling, Kleiber etc.) und Nischenbrüter (z.B. Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze, etc.) tun sich mit dem Nestbau erheblich schwerer, da es in unseren Gärten eher selten alte Bäume gibt, die mit ihren Hohlräumen diesen Vogelarten Möglichkeit zum Nestbau geben.
Nistkästen für Höhlen- und Nischenbrüter
Nistkästen bieten ähnlich wie Hohlräume in alten Bäumen ideale Brutmöglichkeiten für Höhlenbrüter. Die Größe des Einfluglochs ist entscheidend, welche Vogelart den Nistkasten bewohnen kann. Für Nischenbrüter, die wie schon der Name sagt gern in Nischen und Spalten brütet, muss der Nistkasten dementsprechend anders gestaltet werden. Eine genaue Bauanleitung sowie eine Richtlinie für die richtigen Nistkasten-Maße finden Sie in der Broschüre „Nistkästen für Vögel selbst gebaut" von „die umweltberatung" (kann gratis im Internet heruntergeladen werden; falls keine Möglichkeit über das Internet besteht können Sie einen Ausdruck auch im Badener Umweltreferat (bei Frau Kopecky, Kurpark 5, Montag bis Freitag von 8.00 - 12.00 Uhr, Tel: 02252/20 68 11) erhalten.
Bau und Anbringung
Der Bau von Nistkästen - besonders in Zusammenarbeit mit Kindern - kann eine wertvolle Bereicherung der Weihnachtsferien darstellen. Die Anbringung der Nistkästen in der Natur sollte idealerweise im Jänner oder Februar erfolgen. Die Bruthilfen können an Baumstämmen, Gebäuden, etc. angebracht werden. Wichtig ist, dass der Nistkasten windfest montiert wird und von den Vögeln im freien Anflug erreicht werden kann. Das Einflugsloch sollte nach Osten oder Südosten gerichtet sein, die Hauptwindrichtung sollte jedoch vermieden werden. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass der Kasten so montiert wird, dass er von Fressfeinden der Vögel nicht erreicht werden kann. Im Herbst sollte der Nistkasten gereinigt werden, um das nächste brütende Pärchen und seinen Nachwuchs vor Parasitenbefall zu schützen.
Locken Sie Vögel in den Garten
Bunte, abwechslungsreiche Naturblumenwiesen, Wildgehölzhecken und ein Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel sind weitere Eckpunkte, die den Gartenvögeln ein Überleben ermöglichen. Sie danken es durch Ihren bezaubernden Gesang.
Mehr Information zu dem Thema erhalten Sie bei den Beratungsstellen von „die umweltberatung"