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Baden bei Wien

Arnulf Rainer Museum

Kontaktdaten
Bezeichnung: Adressdaten:
Anschrift: Josefsplatz 5
Badener Kulturbetriebsgesmbh
Standort von Arnulf Rainer Museum auf herold.at anzeigen Standort
Tel.: +43 2252 209196/ 11
Fax.: +43 2252 209 196/14
E-Mail: office@arnulf-rainer-museum.at
Website: http://www.arnulf-rainer-museum.at
Kontaktperson: Dr. Roswitha Straihammer

Produkte und Dienstleistungen:

Regelmäßige Führungen jeden Sa, So und Ftg um 15 Uhr, Mi um 18 Uhr.
Familienführung jeden ersten So um 15 Uhr.
Das offene Kunstatelier jeden letzten Sa von 14 bis 17 Uhr. 

Öffnungszeiten:

täglich außer Dienstag von 10:00 - 18:00 Uhr, Mittwoch von 10:00 - 20:00 Uhr


Arnulf Rainer Museum im Frauenbad

Bild 1: Arnulf Rainer Museum

Im 14. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt, wurde das Frauenbad nach dem großen Brand 1812 bereits 1821 wieder hergestellt. Umbauten der Jahre 1876 - 1878 prägten das Erscheinungsbild des Bades bis in die Mitte der 1970er Jahre. Seit 1977 wird das Frauenbad am Josefsplatz als überregionales Ausstellungszentrum genutzt; bereits in diesem Jahr wurde eine große Arnulf Rainer - Retrospektive gezeigt.

Im September 2009 wurde das Ausstellungshaus umgestaltet und dem in Baden geborenen international anerkannten Künstler Arnulf Rainer als Museum gewidmet. Anliegen des Arnulf Rainer Museums ist es, in singulärer, kontinuierlicher und prägnanter Weise einem breiten Publikum spannende Einblicke in das umfangreiche Oeuvre Rainers zu vermitteln.


KREUZ - Es ist das Kreuz, das den Sinn ergeben könnte

Bild 2: Arnulf Rainer Museum

Ab 5. Mai 2010 ist nun in den historischen Räumen des Frauenbades, in einer Architektur, die mit ihren Badebecken und Umkleidekabinen auf die einstige Nutzung als Heilbad hinweist, die Ausstellung zu sehen.

Kreuze und Kruzifikationen durchziehen das gesamte Werk des Künstlers, nicht als ein Kernthema aber doch mit stets gegenwärtiger Möglichkeit erneuten Zugriffs, des unablässigen Ringens um eine omnipräsente Form. Religiösen Dimensionen, theologischen Erwägungen weicht Arnulf Rainer jedoch aus. Er will keine sakrale Malerei fertigen. Die Kreuze und Kruzifikationen Arnulf Rainers sind unter dem Aspekt der elementaren Sinnlichkeit des Malaktes zu deuten, den sie zu perpetuieren suchen. Der Dialog zwischen Bild und Raum, zwischen Farbe und Zeichen, zwischen dem Kreuz und der Spiritualität verströmenden Malerei setzt vielfältige Assoziationen frei. Das farbige Kreuz über dem Wasserbecken ist seit dem frühen Christentum aus Baptisterien vertraut, wo sich Kreuzeszeichen und Wasser zu lebensspendender Wirkung verbinden. Das Kreuz über dem Quell ewigen Lebens ist in der Weltlichkeit der Präsentation des Frauenbades jedoch nur mehr zu erahnen, will sich weder in den Vordergrund drängen, noch einer mystischen Deutung unterziehen lassen. Die museal präsentierten Kreuze hier sind Spuren eines Schaffensprozesses über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg. Und so ist es ausdrücklich nicht der zweifache doctor theologiae honoris causa sondern der Maler, der die Bedingungen und Wirkungen seiner Malerei überdenkt, als er 1992 im Gespräch gegenüber P. Friedhelm Mennekes äußerte: "Es ist das Kreuz, das den Sinn ergeben könnte."

Kurator Dr. Reinhold Baumstark
Von 1999 bis 2009 war er Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, davor Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums. 16 Jahre leitete Prof. Baumstark als Direktor die Sammlung des Fürsten Liechtenstein.

Die Ausstellung läuft von 05.05.2010 bis 08.11.2010.

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